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Wappenerklärung Familie Schulze Everding

PRO HERALDICA


  Deutsche Forschungsgesellschaft für Familienwappen und -chroniken GmbH

Herstellung von heraldischen und genealogischen Kunstwerken und Kostbarkeiten

Bericht über die heraldische Erforschung eines Wappens für die Familie 


SCHULZE EVERDING 


Name:  Johannes Benjamin Schulze Everding

Geboren am:  21. Dezember 1906

Geburtsort: Bockum-Hövel

Beruf: Rentmeister



Stuttgart 10. August 1984                                                                                                                              Archiv-Nr.: 83/35/2641


VORWORT:

Vorliegendes Wappen haben Sie als Ihr Familiensymbol gewählt. Sie haben damit für Ihre Familie einen ideellen Wert, geschaffen, der die vergangenen und kommenden Generationen verbindet und diesen einen besonderen
gesellschaftlichen Platz zuweist. Ihrem Namen ist die bleibende Erinnerung gesichert. Wir sprechen Ihnen dazu unseren Glückwunsch aus.

Ihr Familienwappen wurde von den akademischen Mitarbeitern der Deutschen Forschungsgesellschaft für Familienwappen und -chroniken PRO HERALDICA auf der Grundlage der wissenschaftlichen Heraldik erarbeitet und vom heraldisch-graphischen Atelier nach bleibenden Regeln der Wappenkunst ausgeführt. Damit ist Ihnen nicht nur die wissenschaftliche Richtigkeit Ihres Wappens garantiert, sondern auch seine Einmaligkeit im Sinne des rechtlich vorgeschriebenen Ausschließlichkeitsgrundsatzes. Dies gestattet die öffentliche Führung, die Registrierung und die Veröffentlichung Ihres Wappens.
Im Zwischenbericht wurden Sie über die rechtlichen Voraussetzungen sowie die wissenschaftlichen Vorarbeiten zum Entwurf Ihres Familienwappens informiert. Dieser Zwischenbericht ist Teil des Gesamtberichtes und kann der vorliegenden Schlußdokumentation beigelegt werden. Seine Mitteilungen werden deshalb hier nicht im einzelnen wiederholt. Statt dessen erhalten Sie zusätzliche Auskünfte, die für die Wappenführung und Erarbeitung Ihres Wappens von Bedeutung sind. Soweit sich im speziellen Änderungen gegenüber dem Zwischenbericht ergeben haben, hat die Fassung dieses Endberichts Gültigkeit.
Sie finden unter I. bis 111. dieses Berichts Erläuterungen, die zum besseren Verständnis der wissenschaftlichen Aussagen zu Ihrer Familienwappenforschung erforderlich sind. Die Ausführungen von Teil IV. an betreffen Ihr Familienwappen, seine Entwicklung und Deutung.


IV. BLASONIERUNG DES FAMILIENWAPPENS SCHULZE EVERDING

Die Blasonierung, mit der Ihr Familienwappen Schulze Everding heraldisch eindeutig und vollständig beschrieben ist, lautet:
In grün-rot durch eine silberne Wellenschrägleiste geteiltem Schilde oben ein goldener Eichenbruch mit zwei Blättern und einer Eichel, unten schräg gelegt eine goldene, oben in ein Kreuzchen ausgezogene Pflugschar.
Auf dem rot-silbern-grün-silbern bewulsteten Helm mit rechts rot-silbernen und links grün- silbernen Decken ein wachsendes silbernes Pferd.


V. BEGRÜNDUNG UND DEUTUNG DES FAMILIENWAPPENS SCHULZE EVERDING

Das vorliegende Wappen ist nach den wissenschaftlichen Grundsätzen und Regeln der Heraldik erarbeitet. Seiner Gestaltung wurden dabei folgende Kriterien zugrunde gelegt:
Der Schild ist durch eine silberne Wellenschrägleiste grün-rot geteilt und oben mit einem goldenen Eichenbruch, unten mit einer in. ein Kreuzchen auslaufenden Pflugschar belegt. Die Wellenschrägleiste erinnert daran, dass der Stammhof Ihrer Familie unmittelbar am Emmerbach lag; der Eichenbruch geht auf einen von Ihnen im Staatsarchiv Münster entdeckten Urkundenauszug zurück, bei dem eine ähnliche Figur als Initiale verwendet wurde. Der Eichenbruch kann aber auch als Zeichen für die Landwirtschaft gelten, die häufig mit Waldbesitz verbunden ist. Die Pflugschar bedeutet, dass die Everding ein alteingesessenes münsterländisches Bauerngeschlecht sind; das Kreuz symbolisiert die tiefe Verwurzelung Ihrer Familie im katholischen Glauben.

Die Helmzier wird aus einem wachsenden silbernen Pferd gebildet; es ist ein Hinweis auf die Liebe zu den Pferden, auf die Pferdezucht, die schon auf dem Stammhof am Emmerbach und weiter bis in die heutigen Generationen betrieben wurde und wird. Gleichzeitig gilt das Sachsenroß als Heimatzeichen für Westfalen

Die verwendeten Farben haben für Sie folgende Bedeutung:
Silber:(weiß) Die Nachkommen Ihres Großvaters Johann Heinrich Schulze Everding, der den Stammhof bekam.
Gold:(gelb) Die Nachkommen des Bruders, der bei der Post in Amelsbüren einheiratete
,
Rot: Die Nachkommen des Bruders, der bei Rothland in Hiltrup eingeheiratet hat.
Grün steht für die Nachkommen der Schwester, die Bäuerin im Grünen bei Vorbergs in Nienberge wurde.

Diese Motive die zur Wappenfindung führten, deuten gleichzeitig das Wappen. Der wissenschaftlichen Heraldik zufolge ist die Symbolik eines Familienwappens allein aus Namen, Tradition und Geschichte des wappenführenden Geschlechts abzuleiten. Eine Wappendeutung, die Farben und Figuren pauschal nach Kriterien einer allgemeinen, spekulativen Symbolik zu erklären versucht, ist heraldisch nicht zu rechtfertigen.
Da jedoch in einer gewissen "populären" Literatur solche spekulativen Deutungen immer wieder gehandelt werden und diese Versuche oft recht amüsant sind, sollen sie hier nicht unerwähnt bleiben. Nach diesen unwissenschaftlichen Kriterien wären die Farben und Figuren Ihres Wappens wie folgt zu erklären."

„F I u ß, Der (oder Bach), oder Wellenbalken, lässt erkennen, dass der Stammvater als Erster in einem Flusse eine Furt entdeckt und so sein Kriegsheer gerettet oder zuerst über einen Fluss gesetzt hat, den Feind anzugreifen oder ihm nachzujagen. Zwei Wellenbalken waren das Fahnenzeichen des israelitischen Stammes Rubens.
W a s s e r (nach indischem Mythos war Varuna, d.i. der Umfasser, der Gott des Wassers) überhaupt ist wegen seiner reinigenden, heilenden und kräftigen Wirkung das Symbol der Gesundheit, der Reinheit und ewigen Gleichmuts, weil es tobende Stürme ebenso wie Windstille in gleicher Schönheit erscheinen lassen, und 'wie das stets bewegliche Meer keine Fäulung, Blut oder tote Leichname leidet und solche mit den unruhigen Wellen ans Ufer wirft gleicherweise können hochgestirnte Geister nicht müßig sein und diejenigen wohl vertragen, welche ihnen mit faulem Geschwätz überlässig sind'. Flüsse und Bäche wurden nach der Anschauung des Altertums von Göttern oder sonstigen höheren Wesen aus Schalen oder Urnen gegossen und von Nymphen, bärtigen Männern, Schlangen oder Drachen gehütet und besonders von den alten Germanen verehrt, die mit Vorliebe an ihnen beteten und opferten, weil sie ihnen die Deutung der Weissagung beilegten."

„E i c h e, Die, der geheiligte Baum Donars - und deshalb als der Baum, in welchem sich der Charakter des deutschen Volkes am besten widerspiegelt, des Deutschen Symbol, Stolz, Vorbild, ja gleichsam Wappen (Reling-Bohnhorst,' Unsere Pflanzen, S. 7) -, bei den Griechen und Römern Jupiters, 'der König des Waldes', ist das Zeichen einer Schönheit und Stärke, die allen feindlichen Elementen siegreich trotzen können; sie kennzeichnet auch, wie allgemein der Baum, waldreichen Besitz."

„P f l u g s c h a r, Die, deren Erfindung die Griechen dem Triptolemos zuschrieben, lässt die Hochhaltung landwirtschaftlicher Errungenschaften, ferner Wohlstand und Sesshaftigkeit erkennen; gleich wie die Pflugschar die Schollen des Erdreichs aufreißt und in den Furchen von ihrer Tätigkeit Zeugnis ablegt, haben die Wappenträger nicht minder auf geistigen Gebieten in eisernem Fleiße und tiefem Wissen Furchen in Irrtümer und Aberglauben gezogen und die starren Massen klärend aufgewühlt, um den Boden für Neues, Besseres fruchtbar zu machen. 'Der Zweck der tätigen Menschengilde ist die Urbarmachung, der Welt ob du pflügest des Geistes Gefilde, oder bebauest das Ackerfeld. "

„K r e u z, Das, verheißt wahren Glaubenseifer und deutet an, dass die Wappenträger unter seinem Zeichen rühmliche Taten verrichtet und für Glauben, Recht und Freiheit ihr Blut hingegeben haben; das Andreas- oder Burgundische Kreuz ward besonders hoch geehrt und mit Vorliebe angewandt, weil es eine Abkürzung des Namens Christus (x) darstellt. - (Mit Beziehung auf das Kreuz ihrer Wappen führen außer vielen andern die Albon und Graisivaudan die Devise: A cruce victoria - vom Kreuze Sieg.)"

„R o ß, Das, das Sinnbild des Marschalkamtes, ist schon den Römern ein kriegerisches Heldentier gewesen, weil es seinem Reiter in Kampf und Schlacht folgt und er nicht selten sein Leben nur der Schnelligkeit seines Tieres zu danken hat; seine edle Gestalt und stolze Haltung stempeln es, wie Cuvier sagt, zum wichtigsten Gesellschafter auf der Jagd, im Kriege und beim Ackerbau und geben ihm symbolisch die Deutung der Klugheit, Kraft, Ausdauer, des Mutes und der Gewandtheit Bei den Germanen, insbesondere bei den Wenden, wurde das Wiehern und Schnauben des dem Swantevit geweihten Rosses vorbedeutend für einen Kriegsausbruch angesehen."

( Dass das Heidentum in den Rossen etwas Heiliges und Göttliches sah und ihnen Bewusstsein und Teilnahme an dem Schicksal der Menschen beilegte, geht auch daraus hervor, dass den Pferden zuerst Eigennamen beigelegt wurden, und dass die Helden mit ihren Tieren Zwiesprach hielten" vgI. Achilles Unterredung bei Homer IIias 19,400-423; auch Jak. Grimm, Deutsche Mythologie Bd. I Seite 325.)

Die weißen Rosse bedeuten einen fleckenlosen Charakter und obsiegenden Frieden. (Der Gedanke eines geflügelten weißen Rosses ist in dem Glauben der Inder entlehnt, welche sich dem Gott Wischnu in seiner letzten Verwandlung unter diesem Bilde vorstellten.)

Das geflügelte Roß (Pegasus), aus dem Jupiter Donner und Blitze trug, ist das Zeichen hoher Begeisterung und des Dichterruhms. (Mit Bezug auf die gezäumten Pferdeköpfe im Wappen führen die flämisch. BreydeI der Wahlspruch: 'Breydelt uw tonghe, ghy oude en Jonghe' - Haltet im Zaum Eure Zungen, Ihr Alten und Jungen!)."

G o l d, die erste unter den Heroldsmetallfarben, wegen seiner natürlichen Eigenschaft sowohl, als auch des hellen Flammenglanzes, mit welchem es alle anderen Metalle übertrifft, bezeichnet die Trefflichkeit der Wappen in diesem Metall mit der Deutung des Verstandes, Ansehens, der Tugend und Hoheit; es vergleicht sich mit dem edlen Stein Topas."

S i 1 b er, das zweite Metall, dem Spiegel und den silberhellen Perlen gleich, bedeutet Reinheit, Weisheit, Unschuld und Freude, wie solche Farbe den Siegesherren zugeschrieben wird."

R o t, die erste unter den Heroldsfarben und die Farbe des Donars; gleicht dem Edelstein Rubin und lässt das feurige Verlangen nach Tugend erkennen, sich um sein Vaterland ritterlich verdient zu machen; es ist die Farbe des Morgenrots und bedeutet deshalb siegende Kraft, Triumph sowie Herrschaft."

G r ü n, die dritte Heroldsfarbe, kündet Freiheit, Schönheit, Fröhlichkeit, Freundschaft, Gesundheit und Hoffnung an; der Farbe Edelstein ist der Smaragd."


VI. DEUTUNG DES FAMILIENNAMENS SCHULZE EVERDING

Das Ihnen in Wort und Bild vorliegende Wappen ist, sobald Sie es öffentlich angenommen haben und es zur Sicherung des Ausschließlichkeitsgrundsatzes registriert und veröffentlicht wurde, eine rechtswirksame bildhafte Ergänzung Ihres Familiennamens.
Dieser engen rechtlichen Verbindung zwischen Mappen und Namen soll nach Möglichkeit ein symbolischer Bezug entsprechen. Es war deshalb angebracht, den Familiennamen sprach geschichtlich zu deuten. Mit der für Sie erarbeiteten etymologischen Namensdeutung bleibt Ihnen eine wertvolle Dokumentation: